WALDSPATZIERGANG - DIE VÖGLEIN SCHWEIGEN IM WALDE - Kultur am Hochrhein

Kultur am Hochrhein e.V.
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DIE VÖGELEIN SCHWEIGEN IM WALDE.....
Zu einem Waldkonzert mit Theater und Poesie unter dem Motto: Die Vögelein schweigen im Walde..., lädt das „ensemble muss hochrhein“ rund um den Vitibuck in Tiengen ein. Unter der Leitung von Markus und Lara Süß kommen traditionelle und moderne Chorsätze und Bläserensembles (Alexander Kübler) zur Aufführung. Texte von Goethe und Tucholsky ergeben mit Musik, Gesang und Theatereinlagen eine Performance mit Bezügen zu den brennenden Themen unserer Zeit.
 
Das Publikum bewegt sich auf den Wegen um den Vitibuck (feste Schuhe!) zu den verschiedenen Aufführungsorten. Da nur wenige Zuhörer zugelassen sind, ist eine online-Voranmeldung (kultur-am-hochhrein@web.de) ratsam. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung nicht statt.

Aufführungstermin ist am 11. September 2022, 17 Uhr.


Programm
Der Wald als Bühne.
 
Ich kenne wenige Orte im Südschwarzwald, die auf engstem Raum ein so abwechslungsreiches Terrain bieten, wie der „Vitibuck“ oberhalb von Tiengen: Bäume und Waldflächen, Gräben, Felsabbrüche und Felsspalten, und mehr.
 
Ein Ort, wie geschaffen für Musikstücke, wie etwa Mendelssohns Lieder op 59: Im Freien zu Singen. Die kraftvolle Natur hat uns aber auch zu teilweise gewagten Ausflügen bis in die Musikwelt der indigenen Völker Nordamerikas inspiriert. Eine Brücke bildet hier das mehr als populäre „Amazing Grace“, das den Cherokee als inoffizielle Nationalhymne gilt, seit sie ihre Krieger nach den letzten Kämpfen gegen die Übermacht der weißen Siedler mit diesem Lied bestatteten (Ali Schmidt).

Nach einer Begehung mit Herrn Schmid, dem aktuell zuständigen Förster, wurden uns einmal mehr die erschreckenden Folgen der Globalen Erwärmung und der seit Jahren anhaltenden Trockenheit in unserer Region vor Augen geführt. Da sind Fluglärm und „akkustische Umweltverschmutzung“, die für Musiker das musizieren im Freien erschweren, lediglich noch lästige Begleiterscheinungen.

Wir sind dankbar für diesen Ort mit seiner überwältigenden Inspiration. Und wir bangen um seinen Erhalt für unsere Kinder und Enkelkinder.
 
Markus Süß
Station (siehe Landkarte)

Musikstücke / Texte / Szenen
1. ParkplatzBegrüßung
2. Spielplatz
Improvisiation - Spielplatz
Divertimento Nr. 1, KV 439b, Allegro / W.A. Mozart
3. VitibuckturmO Täler weit, o Höhen - aus: Im Freien zu singen, op59
Felix Mendelssohn-Batholdy
4. FelsspalteImprovisation - Begegnung
5. VitibuckturmDie Gedanken sind frei - Volkslied, arr. Mayerhofer
Der Mensch - Kurt Tucholsky
6. Wiesen vor dem WasserreservoirDer Graben - Kurt Tucholsky, Hans Eisler, arr. M.Süß
Improvisation - Reich die Bruderhand...
7. HolzkreisThe River is flowing - Sunbear Tribe - Hopi, arr. A.Schmidt
Amazing Grace - trad. Schottland, arr. A.Schmidt
Hara Song - Cherokee, arr. A.Schmidt
8. Wasserreservoir - untenChief Seattle - Rede an den Präsidenten der Vereinigten Staaten
9. Wasserreservoir - obenVerleih uns Frieden - Heinrich Schütz, SWV372
2. SpielplatzDivertimento Nr.1, KV 439b, Menuetto Allegretto - W.A. Mozart
10. Lyrisches Gebüsch
Blackbird / John Lennon, Paul Mc Cartney, arr: Daryl Runswick
Über allen Gipfeln ist Ruch - J.W.Goethe
11. Waldlichtung
Gesan der Nachtigall
2. Spielplatz
Per Spelmann - trad. Norwegen
Mitwirkende
Instrumente:
Alexander Kübler (Klarinette), Hannah Dietsche (Klarinette), Klaus Peter Hirt (Fagott), Julia Süß (Gitarre), Hansjörg Seilacher (Violine)

Texte:
Lara Süß, Claudia Stockmann, Paul Kreher, Lukas Gäng, Markus Süß
 
Bewegungs-Impro:
Marco König, Lukas Gäng, Lara Süß
Marco König ist Tanzlehrer in Tiengen (Hochrhein)

Hansjörg Seilacher (Violine) studierte Schulmusik mit den Hauptinstrumenten Violine und Viola in Basel bei Menuhin-Schüler Volker Biesenbender. Er unterrichtete an der Basler Steiner Schule und war Mitglied in einem Berliner Streichquartett mit Jakob Lichtman (Odessa/Berlin). Heute arbeitet er als Chorleiter und Geigenlehrer.

Klaus Peter Hirt (Fagott) ist Diplom-Musiklehrer und unterrichtet an den Musikschulen von Freiburg und Müllheim. Als Fagottist spielt er in verschiedenen Sinfonieorchestern, wie auch in Formationen für moderne Musik, Jazz und Freie Improvisation.

Alexander Kübler (Klarinette) beendete mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ und 2010 mit dem „Master of Arts“ mit Spezialisierung auf die Klarinette sein Studium an der ZhdK (Zürcher Hochschule der Künste . Im Jahre 2012 erhielt er nach zweijähriger Studienzeit an der „Hochschule für Musik“ in Basel unter Leitung von Felix Hauswirth das „Diploma of Advanced Studies“ in Blasorchesterdirektion. Er spielt Kammermusik (Trio con alma) und leitet verschiedene Blasorchester in der Schweiz.

Lara Süß ist eine deutsche Stimm- und Improvisationskünstlerin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind "extended voice" Techniken, die szenische Darstellung von Klang und die Suche nach künstlerisch-kreativen Verbindungsmöglichkeiten von Stimme und Körper.
Nach ihrem Musik und Bewegungsstudium, führte sie ihre Ausbildung an der Musikakademie Basel im Master Freie Improvisation bei Prof. Alfred Zimmerlin und Prof. Fred Frith fort. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie u.a. von Ulrike Sonntag, Harald Kimmig, Marianne Schuppe und Sylvia Nopper.  Ihre Bewegungsausbildung (Zeitgenössischer Tanz, Kontakt Improvisation, Authentic Movement) absolvierte sie bei Juliette Villemin, Lilo Stahl und Ria Rehfuß.
Auftritte führten Lara Süß u.a. nach Kopenhagen, Hamburg, Berlin, Wien, Zürich und Brüssel. Sie ist Gewinnerin des Video-Wettbewerbs "Musical thoughts 4u" im Jahr 2020 und Finalistin des Rhonefestivals #Liedinnovation 2021.
Sie ist Mitglied der Ensembles: Metajean, Zürich, und Vocal Cargo Collective, Bern. Ihr Stück "Phobia", welches sie gemeinsam mit dem Saxophonisten und Multimedia-Künstler Chi Him Chik entwickelte, wurde im Oktober 2020 am Stadttheater Basel uraufgeführt.

Markus Süß stammt aus Klettgau-Erzingen und studierte Gesang in Mannheim bei Prof. Annemarie Grünewald und Prof. Alejandro Ramirez. Nach seiner Ausbildung an der Mannheimer Opernschule war er mehrere Jahre im Ensemble der Städtischen Bühnen von Heidelberg und Gera als Solist engagiert. Mit der Musikbühne Mannheim gastierte er u.a. in der Alten Oper Frankfurt, im Berliner Maxim-Gorki-Theater und bei den Wiesbadener Maifestspielen.
Eine grundlegende Ausbildung zum Chorleiter erhielt er bei Christoph Schwartz (Freiburg). Orchesterleitung lernte er im Privatunterricht bei Gregor Schmitt-Bohn und Generalmusikdirektor a. D. Hubert Kross. Regieassistenzen und Dramaturgische Ausbildung erhielt er bei Prof. Peter Rasky (Berlin) und Prof. Eberhard Streul (Stuttgart).
Seit 1999 unterrichtet er Gesang an der Musikschule Südschwarzwald und in der Klettgauer Singschule. Mit KollegInnen und fortgeschrittenen SchülerInnen gründete er das ensemble muss hochrhein. Leidenschaftlich arbeitet er auch gerne mit verschiedenen Laienchören und einem Grundschulchor in Tiengen.


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